Ehe

 

 

„Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht.“ (Kolosserbrief 3,14)

Ja zueinander sagen, ein Ja zu einem gemeinsamen Leben, ein Ja zu der gegenseitigen Liebe, ein Ja vor Gottes Angesicht; das wollen zwei Menschen, Mann und Frau, wenn sie die Ehe in der Kirche schließen. Indem ein Paar Gott an seiner Beziehung teilhaben lässt, hofft es, dass er sie segnet, beschützt und begleitet und auch in schwierigen Zeiten bei ihnen ist. Die Ehe wird als Sakrament erfahrbar, wenn die Partner Gott in ihr gemeinsames Leben einbeziehen und so zum Ausdruck bringen, dass sie ihre Liebe als sein Geschenk verstehen und begreifen.

Nach dem katholischen Eheverständnis ist die Ehe ein unauflöslicher Bund, mit dem das Ehepaar seine Lebensgemeinschaft zum beiderseitigen Wohl begründet. Zum Sakrament der Ehe gehören die Freiwilligkeit, die Überzeugung von der Unauflöslichkeit, die eheliche Treue, der Wille zur Elternschaft sowie die Zuwendung Gottes.

Das Sakrament der Ehe spendet sich das Paar im Traugottesdienst gegenseitig. Die äußeren Zeichen des Sakramentes sind das hörbare Ja, das Eheversprechen, das Anstecken der Ringe und die Umwicklung der ineinander gelegten Hände der Brautleute mit der priesterlichen Stola als Bestätigung des Bundes.

Bezüglich der Terminabsprachen für die Trauung sollte sich das Paar frühzeitig, d.h. rund sechs bis zwölf Monate vorher, an das Pfarrbüro wenden, damit der Wunschtermin möglichst realisiert und das Ehevorbereitungsprotokoll angefertigt werden kann. Einige Wochen vor der Eheschließung trifft sich der Priester oder Diakon mit dem Paar zu einem Traugespräch.